Fachveranstaltung am 12. Juni 2008: "Entwicklung
der Krankenhaus-Landschaft"
Gastgeber: Gesundheitsregion Saar e.V. und Techniker Krankenkasse
Fotos dazu
Udo Lorenz berichtete am 16.6.2008 in der
Saarbrücker Zeitung:
"Krankenhaus der Zukunft": Qualität entscheidet - Wege
werden weiter
Das "Krankenhaus um die Ecke" wird künftig über die medizinische Grundversorgung
hinaus nicht mehr alle Leistungen anbieten. Der Weg des Patienten zum
Klinikspezialisten wird weiter, doch soll sich die ärztliche Behandlung über
eine Vernetzung der Gesundheitsanbieter ständig verbessern. Das ist das Ergebnis
einer Experten-Fachtagung "Das Krankenhaus der Zukunft" von Techniker
Krankenkasse (TK) und Gesundheitsregion Saar.
Obwohl das Saarland mit die höchsten Krankenhauskosten pro Patient in
Deutschland hat, versicherte TK-Leiterin Ursel Schmill: "Wir reißen heute keine
Krankenhäuser ab !". Angestrebt werden müsse künftig aber eine effizientere
Zusammenarbeit von Leistungserbringern. "Die Menschen merken, wenn sie doppelt,
dreifach und dann manchmal noch sinnlos nach langen Wartezeiten behandelt
werden".
Jan Stanslowski von der Sana Kliniken AG der 33 privaten Krankenversicherungen
sagte: "Die Zukunft eines Krankenhauses wird abhängen vom Qualitätswettbewerb
und nicht von der Kostenführerschaft". Die Ärzte seien mehr, das Pflegepersonal
weniger geworden. Vom Waren- und Materialeinkauf bis zur Diagnostik müssten die
Kliniken mehr kooperieren und strategische Allianzen bilden. Die Verweildauer in
den Krankenhäusern müsse weiter gesenkt werden, doch bleibe der Patient immer im
Mittelpunkt. So müsse auch die Klinik neben genügend Parkraum ein
patientengerechtes ansprechendes Ambiente bieten.
TK-Fachbereichsleiter Bernd Beyrle sagte, Deutschland habe im internationalen
Vergleich ein "exzellentes Krankenhauswesen". Da der Trend in Europa zur
grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung gehe, habe die grenznahe Region
Saarland sehr gute Chancen im "Zukunftsmarkt Krankenhaus".
Der Geschäftsführer der SHG Saarland Heilstätten GmbH, Alfons Vogtel, bezifferte
die Deckungslücke der mehr als 2000 Krankenhäuser in Deutschland auf jährlich
zwei Milliarden Euro. Dies erkläre auch den hohen Milliarden-Investitionsstau
über alle Kliniken hinweg.
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