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Gesundheitsmarkt im Umbruch
Kostendruck erfordert strukturelle Änderungen

Saarbrücken. "Die Gesundheitswirtschaft ist bereits heute und mehr noch in der Zukunft ein zentrales Element regionaler Strukturpolitik." Dies sagte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel bei einem Hearing, zu dem der Verein Gesundheitsregion Saar am 18. September 2007 eingeladen hatte.

Der Verein fördere den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Land und helfe dabei, "im Wettbewerb der Regionen um die beste Positionierung als Gesundheitsstandort einen Vorsprung zu erringen". Notwendig seien die konsequente Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen, die Bündelung von Aktivitäten und Kompetenzen sowie ein engagierter regionaler Dialog.

Der Gesundheitsstandort Saarland werde sich stark verändern, so Gesundheitsminister Josef Hecken bei der gleichen Veranstaltung. „Das gängige Feld-, Wald- und Wiesenkrankenhaus werden wir nicht mehr betreiben können“, sagte er. Seine Empfehlung für das derzeit typische Kreiskrankenhaus, das neben Chirurgie und Internistik auch noch eine Geburtsstation unterhält: „Solche kleinen Kliniken müssen sich vernetzen und Spezialitäten ausbilden, außerdem die Bereiche Behandlung und Rehabilitation vereinen.“

Andere Gründe, warum sich das Gesundheitswesen verändern müsse, seien die älter werdende Bevölkerung und der Fortschritt im medizinisch-technischen Bereich. „Es werden immer mehr Krankheiten behandelbar“, so Hecken.

„In einem Altenheim mit durchschnittlich 130 Bewohnern kümmert sich eine Fachkraft den ganzen Tag um die Medikation: Sie bereitet die Medikamente vor und verabreicht sie. In Zukunft wird das eine Maschine erledigen, und zwar schneller, besser und kostengünstiger“, so Hecken vor den anwesenden Ärzten, Politikern und Vertretern von Pharmaunternehmen und Krankenkassen. Überhaupt sei der Kostendruck das dominierende Thema in der Gesundheitspolitik.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung)

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